OPUS W - Gender-spezifische Effekte bei Deutschnoten im Zeugnis? - Birkel, Peter

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Aufsatz zugänglich unter
URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:747-opus-816
URL: http://opus.bsz-bw.de/hsbwgt/volltexte/2011/81/


Gender-spezifische Effekte bei Deutschnoten im Zeugnis?

Gender-specitic effects when marking the subject German?

Birkel, Peter


pdf-Format:
Dokument 1.pdf (623 KB)
SWD-Schlagwörter: Geschlechterforschung, Lehrergeschlecht, Schülergeschlecht, Notengebung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschnote, Schularteffekt
Freie Schlagwörter (Englisch): school grades, gender pupil, gender teacher, type of school effect, subject German
Institut: Fakultät I (PH)
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Aufsatz
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 12.12.2011
Kurzfassung in : 3217 Zeugnisnoten im Fach Deutsch aus 5. und 6. Klassen der Haupt- und Realschule wurden auf gender-Effekte geprüft. Es zeigte sich ein deutlicher Effekt auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, der auch ein gewisses Maß an Relevanz beanspruchen kann. Ähnlich wie bei den Kompetenzuntersuchungen schnitten Mädchen auch bei den Zensuren besser ab als Jungen. Der gender-Effekt der Lehrkräfte wurde zwar ebenfalls signifikant und wies die Lehrerinnen als mildere Beurteilerinnen aus, aber der Faktor klärte so wenig Varianz, dass man ihm kaum wirkliche Bedeutung beimessen kann. Interessant war auch die signifikante Interaktion zwischen dem Geschlecht der Schülerinnen und Schüler und dem der Lehrkräfte. Sie zeigte, dass die Jungen von Lehrerinnen und Lehrern gleich beurteilt wurden, die Mädchen aber von den Lehrerinnen noch einmal einen Bonus bekamen im Vergleich zu den Beurteilungen durch die Lehrer. Wegen der geringen Varianzklärung darf man aber auch diesem Interaktionseffekt kaum Relevanz zu sprechen, auch wenn Carter (1952) eine ähnliche Interaktion bei Beurteilungen im Fach Algebra fand. Als vergleichsweise starker Faktor erwies sich die Schulartzugehörigkeit. Bei einer Varianzklärung von gut 6% erhielten Realschülerinnen und –schüler bessere Noten im Fach Deutsch als die Hauptschülerinnen und –schüler.
Kurzfassung in Englisch: The grades in the subject of German from school reports given to 3217 5th- and 6th-graders in secondary schools (Haupt- and Realschule) have been checked in order to look for gender effects on both sides, the pupils’ and the teachers’ side. A significant and partly relevant effect could be shown on the side of the pupils. Similar to the results of studies regarding competence, where girls achieved higher results, it was found that girls also got better marks than boys. The gender effect on the side of the teachers was also significant. Female teachers gave better marks than male teachers, but the relevance of this result was rather low, because that factor showed only a small amount of explanation of variance. A significant interaction was found between the factors “gender of pupils” and “gender of teachers”, which was quite interesting. The average grades boys got were exactly the same from both male and female teachers, but the girls got a greater bonus in the grades given by female teachers as compared to male teachers. Although this interaction effect appeared to be in accordance with the findings of Carter (1952), who investigated marks in Algebra, we have to take into account that the relevance of this effect was also slightly low. A strong influencing factor was found to be the type of school pupils attend. With an explained variance of more than 6% pupils from Realschulen obtained better marks than those from Hauptschulen.
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Letzte Änderung: 14.03.07