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"Strenge Objektivität und extremste Subjektivität konkurrieren"

  • Bevor sich im deutschsprachigen Raum das Baltimorer Behandlungs- und Forschungsprogramm, auch bekannt als Optimal Gender Policy, durchsetzen konnte, zeigt die deutschsprachige medizinische Literatur, dass eine Orientierung am subjektiven Identitätsempfinden der jugendlichen Inter* Person typisch war für die medizinische Betrachtung von Intersexualität in der Nachkriegszeit. Die Optimal Gender Policy orientiert sich nicht am subjektiven Identitätsempfinden, sondern sieht chirurgische und hormonelle Eingriffe zur Konstruktion eines kosmetisch „eindeutig“ männlichen oder weiblichen körperlichen Erscheinungsbilds in den ersten Lebensjahren vor. Klöppel zeigt in diesem Beitrag anhand einer historischen Skizzierung der medizinischen Perspektive auf Intersexualität auf, wie sich im deutschsprachigen Raum die bis heute dominante Optimal Gender Policy durchsetzen konnte und sich die Medizin von ihrer subjektorientierten Vorgehensweise im Laufe der 1960er Jahre verabschiedete.

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Metadaten
Verfasserangaben:Ulrike Klöppel
Titel des übergeordneten Werkes (Deutsch):1-0-1 (one 'o one) intersex. Das Zwei-Geschlechter-System als Menschenrechtsverletzung
Untertitel (Deutsch):Hermaphroditismusbehandlung in der Nachkriegszeit und die Durchsetzung von gender by design
Verlag:NGBK
Verlagsort:Berlin
Herausgeber*in: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
Dokumentart:Wissenschaftlicher Artikel
Sprache:Deutsch
Jahr der Fertigstellung:2005
Datum der Freischaltung:01.02.2021
Erste Seite:168
Letzte Seite:185